Das Fundament eines Blockhauses

Für die Errichtung von Wohn- und Ferienhäusern wird oft ein Platten-, Band- oder Pfahlfundament verwendet. Bei der Festlegung des Fundament-Typs wird meistens entweder auf Basis einer Besichtigung oder einer geodätischen Untersuchung entschieden. Nachdem die Tragfläche des Bodens errechnet ist, kann mit der Projektierung eines dazu passenden Fundaments begonnen werden.

Der Fundamentbau beginnt mit einer Bodenuntersuchung

In Estland finden wir meistens Lehm-, Sand-, Moränen- und Kalksteinböden vor. Bei allen Bodentypen muss der vorgefundene Boden nach seinen Schichten und Schichtdicken gesondert beurteilt werden.

Für ein Bauvorhaben eignet sich am besten der vorwiegend im Küstenbereich anzutreffende Sandboden, weil er über die besten Eigenschaften zum Abführen von Wasser und Feuchtigkeit verfügt. In einem Sandboden kann gut gegraben werden und der ausgegrabene Boden kann später ohne Bedenken und zur Kosteneinsparung wieder bei den Ausgleichsarbeiten eingesetzt werden.

Die in Estland vorwiegend anzutreffenden Bodentypen sind der Moränen- und der Kalksteinboden.

Der Kalksteinboden ist an sich ein sehr guter und stabiler Boden für den Fundamentbau. Probleme dagegen können bei der Ableitung von Feuchtigkeit aus dem Fundamentbereich entstehen, weil die Kalksteinschichten im Boden sehr eben verlaufen.

Der Moränenboden kann unter anderem als ein Mischboden eingestuft werden. Darin befinden sich sowohl Lehm- als auch Sandschichten. Hier spielt das Verhältnis zw. dem Lehm- und dem Sandanteil eine wichtige Rolle. Bei einem großen Lehmanteil ist der Boden für die Errichtung eines Fundaments nur bedingt geeignet. Der Lehm stellt neben dem Treibsand einen der instabilsten Bodentypen dar. Lehmböden werden vorwiegend an den Flussufern und an den weichen Gehölzwiesen vorgefunden, bzw. an den Orten, wo in Estland im Laufe der rasanten Immobilienentwicklung so manche Wohnsiedlungen errichtet wurden.

Am meisten verbreitet ist das Bandfundament

Die Firma Finnlog setzt beim Fundamentbau am häufigsten das Bandfundament ein. Die wichtigsten Vorteile hierfür sind die niedrigen Kosten und die Zeitersparnis. Bei einem Bandfundament wird nach den Grabungsarbeiten und nach dem Abdichten des Bodens für die tragenden Wände eine Auflage aus Eisenbeton gegossen. Auf die Auflage werden je nach Sockelhöhe und entsprechend der Grabungstiefe meistens drei bis vier Reihen Leichtbetonblöcke gemauert. Die Innenseite des Fundamentsockels wird mit einem 100 mm starken Polystyrol-Schaumstoff gedämmt und mit Sand gefüllt. Nach dem Abdichten der Sandschicht werden Rohrleitungen und eine 150 mm starke Unterboden-Dämmschicht installiert. Nachdem das Eisengitter, die Rohrleitungen oder die Heizkabel für die Fußbodenheizung installiert sind, wird darauf eine 100 mm starke Betonplatte gegossen.

Zu den Vorteilen eines monolithischen Plattenfundaments zählt die hohe Tragfähigkeit und deshalb wird dieser Fundamenttyp besonders oft bei den Lehm- und Treibsandböden verwendet. Für die Errichtung eines Plattenfundaments wird die Humus-Schicht abgetragen, die Fundamentgrube mit Sand gefüllt und entsprechend den Höhenangaben in die Höhe verarbeitet. Danach wir der abgedichtete Sand mit Polystyrol-Schaumstoff ummantelt und mit einer starken Hydro-Dämmfolie abgedeckt, worauf die Rohrleitungen installiert werden. Nach dem Schalungsbau und nach dem Verbinden des Gitters wird die ganze vorgefertigte Unterkonstruktion in Beton gegossen.

Bei unstabilen Bodengegebenheiten kommt auch das Errichten eines Pfahlfundaments in Frage. Bei einer Wahl zw. einem Platten- oder Pfahlfundament wird anhand der Baukosten entschieden. Liegt die Betonentnahmestelle zu weit weg oder ist der Zugang zum Bauobjekt erschwert, so wird ein Pfahlfundament vorgezogen. Liegen keine solchen Hindernisse vor, erweist sich höchstwahrscheinlich das Plattenfundament als sinnvoll.